Mehr Mitbestimmung für junge Menschen: Niedere Börde entwickelt Beteiligungskonzept mit Unterstützung des Landeszentrums Jugend + Kommune

Die Gemeinde Niedere Börde startet 2026 mit Unterstützung des Landeszentrums Jugend + Kommune in einen umfassenden Beteiligungsprozess zur Stärkung der Kinder- und Jugendbeteiligung auf kommunaler Ebene. Ziel ist die Entwicklung eines ganzheitlichen kommunalen Kinder- und Jugendbeteiligungskonzeptes, das Beteiligung dauerhaft, strukturiert und wirksam in der Gemeinde verankert.

Für die kommenden Monaten sind mehrere aufeinander aufbauende Maßnahmen geplant. Dazu gehören Workshops mit Fachkräften, Multiplikator:innen sowie Vertreter:innen aus Verwaltung, Politik, Schulen, Vereinen, Jugend- und Sozialarbeit, bei denen gemeinsam erarbeitet wird, in welchen kommunalen Bereichen Kinder- und Jugendbeteiligung künftig systematisch mitgedacht werden soll.

Für Anfang Mai ist zudem eine große Kinder- und Jugendkonferenz vorgesehen. In einem ganztägigen Workshop-Format sollen Kinder und Jugendliche ihre bisherigen Beteiligungserfahrungen, Wünsche und Ideen einbringen. Die Ergebnisse werden anschließend mit den Perspektiven erwachsener Akteur:innen zusammengeführt. In einem weiteren Schritt sollen daraus konkrete Beteiligungsformate und Berührungspunkte innerhalb der Kommune entwickelt werden.

Ein weiterer zentraler Baustein sind Pilotprojekte, in denen Beteiligungsformen praktisch erprobt werden. Geplant sind unter anderem die Projekte „Jugend und Ortschaftsrat“ sowie „Ortschronist und Jugend“, die neue Zugänge zur kommunalpolitischen Mitwirkung eröffnen sollen. Dabei stehen der direkte Austausch zwischen jungen Menschen und kommunalen Gremien sowie das generationsübergreifende Lernen im Mittelpunkt.

Der gesamte Prozess ist ergebnisoffen angelegt: Ob ein Kinder- und Jugendparlament, projektbezogene Beteiligungsformate oder andere Formen der Mitbestimmung entstehen, wird gemeinsam mit den jungen Menschen entschieden.

Das Vorhaben wird im Rahmen eines landesweiten Pilotprogramms durch das Land Sachsen-Anhalt mit 21.000 Euro gefördert. Aus insgesamt 13 Bewerbungen wurden fünf Kommunen ausgewählt – darunter die Niedere Börde.

Mit dem Projekt leistet die Niedere Börde einen wichtigen Beitrag zur Stärkung demokratischer Teilhabe junger Menschen auf kommunaler Ebene.

Die Gemeinde Niedere Börde berichtet hier regelmäßig über das Vorhaben.